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FAQ

Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Trotzphase? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.

 
  • Strafe

    Sollte man den Wutanfall bestrafen?

    Nein, denn Strafe ist hier eher sinnlos. Schon allein deshalb, weil es das Kind nicht bewusst böse meint und es seine Eltern auch nicht ärgern möchte. So schwer es in so einer Wutsituation auch zu begreifen ist, der Trotzkopf möchte lediglich etwas erreichen. Die Notwendigkeit der Rücksichtnahme auf andere Menschen versteht es noch nicht. Darüber sprechen und erklären sind hier die besseren Methoden als den Wüterich für sein Verhalten zu bestrafen.

  • Nachgeben

    Muss man mit seinem Trotzkind immer streng sein und darf nie nachgeben?

    Nachgeben darf man als Mama oder Papa auch mal. Aber auf gar keinen Fall wa?hrend eines Wutanfalls. Klar darf man das eigene Handeln, Regeln und Verbote u?berdenken. Aber unbedingt erst nach dem Abklingen von Wut und Geschrei, sonst wird das Kind für seinen Trotz belohnt.

  • Regeln

    Sind konkrete Ge- und Verbote für ein Kind im Trotzalter überhaupt sinnvoll?

    Unbedingt! Mama und Papa sollten in der Trotzphase ihres Nachwuchses auf Konsequenz setzen und die Ver- und Gebote dabei eher überschaubar halten. In der Anfangsphase reichen drei bis fünf Regeln aus. Ab drei Jahren dürfen dann noch zwei weitere Verbote hinzukommen. Daher sollte man gut überlegen, was wirklich wichtig ist, wie zum Beispiel die Schlafenszeit oder dass die Knirpse niemals allein über die Straße laufen.

  • Aggressionen

    Was ist zu tun, wenn Kinder aggressiv werden und z.B. treten, beißen oder Sachen zerstören?

    In solchen Fällen müssen die Eltern natürlich handeln und zwar konsequent. Am besten hält man das Kind fest und geht mit ihm auf Augenhöhe. Mit festem Blickkontakt sollte man deutlich sagen: "Ich will nicht, dass du trittst, das tut mir weh. Ich sehe, dass du wütend bist, weil du kein Eis essen darfst." Dadurch ziehen Eltern eine deutliche Grenze. Gleichzeitig verbalisieren sie aber auch die Gefühle des Kindes.

  • Reaktion

    Was können Eltern bei einem Wutanfall (in der Öffentlichkeit) tun?

    Zähne zusammenbeißen, tief durchatmen und bis zehn zählen. Vor allem gilt es Ruhe zu bewahren, auch wenn der Trotzkopf noch so laut schreit. Eine Hilfe können Ablenkungsmanöver sein, zum Beispiel ?Schau mal ein Vogel?. Hat sich der kleine Schreihals beruhigt, sollte sachlich und ganz in Ruhe über den Vorfall gesprochen und erklärt werden, warum das trotzige Verhalten nicht in Ordnung war. Wichtig ist es gesetzte Grenzen auch einzuhalten und nicht nachzugeben, nur damit Trotzi aufhört zu wüten.

  • Gehirn

    Was passiert während der Trotzphase in den kleinen Köpfchen?

    Der Autor des Buches ?Das glücklichste Kleinkind der Welt? Dr. Harvey Karp erklärt, dass im Gehirn eines Kleinkindes - anders als bei Erwachsenen oder älteren Kindern - die rechte Gehirnhälfte vorherrscht. Diese steuert die Intuition, Kreativität und Gefühle. Die linke Gehirnhälfte dagegen ist für rationales Denken (Logik und Wörter) sowie für analytische Prozesse verantwortlich. Karp zufolge ist die rechte Hälfte leicht ablenkbar, impulsiv und emotional. Unter Stress wird bei den Knirpsen die vernünftigere, linke Gehirnseite sogar komplett lahm gelegt. Sprich: Kinder in der Trotzphase werden von der rechten Gehirnhälfte regiert. Wenn das Kind nun wütet, haben Mama und Papa mit Worten keine Chance - die linke Gehirnhälfte hat ja gerade Auszeit. Kein Wunder also, dass gewohnte Beruhigungsversuche fehlschlagen. Die Kleinen verstehen sie einfach nicht.

  • Grund

    Warum trotzen Kleinkinder?

    Kleinkinder können schon einiges, aber eben längst nicht alles was sie gerne können möchten. Sie stoßen deshalb häufig an ihre Grenzen. Diese sind entweder körperlicher Natur, oder sie wurden in Form von Regeln von den Eltern gesetzt. Diese Einschränkungen frustrieren und überfordern die Kleinen zugleich. Das Ergebnis: ein Gefühlschaos aus Wut, Angst, Trauer oder Enttäuschung. Es ist wichtig, dass die Kinder lernen, diese Gefühle zu regulieren und sie auszuhalten. So sind nicht Widerstand und Trotz das Ausschlaggebende dieser Entwicklungsphase, sondern eigentlich das Lernen. Die kleinen Trotzköpfe werden selbstständig und lösen sich von zu eng gewordenen Grenzen. Dabei brauchen sie Hilfe von Mama und Papa. Ein kleiner Trost: Kinder rebellieren nur gegen Menschen, bei denen sie sich sicher fühlen. Also: Die Eltern-Kind-Bindung funktioniert!

  • Zeitpunkt

    Wann fängt der Sonnenschein an zu gewittern?

    Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr ist es bei jedem Kind soweit ? die Trotzphase wird eingeläutet und damit die Bedeutung des Wörtchens "nein" entdeckt. Dieses wird fortan auch kräftig getestet, zusammen mit der eigenen Stimme und ihres Volumens.

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